Bethaus der Bergleute im Muttental, Witten-Bommern

Muttentalstraße 35

Das Bethaus im Muttental wurde um 1830 unter der Leitung des Bergamtes errichtet. Die Baukosten teilten sich die umliegenden Zechen. Das untere Stockwerk im Bethaus beherbergte früher eine Schmiede und ein Magazin. Im dem oberen Stockwerk waren der Bet-, und der Versammlungssaal untergebracht. Hier wurde so die Arbeitszeit kontrolliert, welche von der Glocke in dem Türmchen auf dem Bethaus eingeläutet wurde. Ebenso wichtig war das gemeinsame Treffen der Bergmänner nach der Schicht, da man so sofort wusste, ob jemand in der Grube verunglückt war und gegebenenfalls Hilfe benötigte. Das Bethaus wurde nicht sehr lange genutzt. Schon im Jahre 1837 wurde es wieder geschlossen und das Inventar (einschließlich der Glocke) versteigert. Der Grund für die Schließung war, dass einige der Zechen in der Nähe ihren Betrieb einstellten und andere Zechen fortzogen.

Das Bethaus war danach lange ein Wohnhaus und bekam ein Fachwerkanbau im hinteren Bereich.

Anfang der 70ér Jahre wurde es mit Geldmitteln das Landes NRW und vom Deutschen Bergbaumuseum Bochum restauriert, so dass ab 1974 im unteren Stockwerk das Bergbaumuseum Bochum seine Ausstellung eröffnen konnte.

Im Jahre 1992 gab das Bergbaumuseum Bochum das Bethaus auf, und es wurde von der Stadt Witten übernommen. Das Westfälische Industriemuseum richtete im Untergeschoss, der ehemaligen Zechenschmiede, eine neue Ausstellung ein.

Diese besteht bis heute und zeigt die Ausstellung "Vom Bethaus zur Kohle - Bergbaugeschichte im Wittener Muttental und Ruhrtal".

Das Bethaus wurde am 21.10.1986 in der Denkmalliste der Stadt Witten unter der Listen-Nr. 140 eingetragen.

  

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 16.06.2014